Die Viechtacher Damen sind Bayernmeister

Wasserwacht Bayern
Erfolgreich beim Landeswettbewerb: Die Damenmannschaft der Wasserwacht OG Viechtach sichert sich den 1. Platz und qualifiziert sich für den Bundeswettbewerb.

Beim Landeswettbewerb der Wasserwacht hat sich unsere Damenmannschaft vom KV Regen, OG Viechtach, souverän den ersten Platz gesichert. Für sie bedeutet das: ab zum Bundeswettbewerb nach Rehau im September! Doch auch unsere weiteren Teams haben geglänzt: Die gemischte Mannschaft aus der OG Nabburg holte Silber, während die Damen aus Nabburg mit einem starken siebten Platz wertvolle Erfahrungen sammelten.

Simone Zenner
Im Wettkampf wird das Retten einer verunglückten Person realitätsnah geübt, unter anderem durch das Abschleppen einer Person im Wasser in kompletter Kleidung.

Von Simone Zenner

Viechtach. Die Situation ist angespannt, beim Betreten des Hallenbades liegt das Adrenalin förmlich in der Luft. Die Bahnen sind voll, die letzten Sekunden laufen ab – der Startschuss für den Kampf gegen die besten Mannschaften Bayerns. 

Hier wird in kompletter Kleidung geschwommen, Technik und Kraft beim Flossenschwimmen sind gefragt, verunglückte Personen müssen abgeschleppt und Gegenstände aus der Tiefe geborgen werden. Der Druck ist immens, der Puls rast – doch wer denkt, danach sei Zeit zum Durchschnaufen, der irrt.

Denn Wasserwacht bedeutet weit mehr als nur schnelles Schwimmen. Auf dem Land wartet die zweite Hälfte der Wertung, und hier fordern die Sanitäts-Szenarien von Markus Bratek, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Wasserwacht-Ortsgruppe Viechtach, höchste Präzision.

Simone Zenner
Unter Wettkampfbedingungen wird im Szenario „Massenanfall von Verletzten“ eine Kopfverletzung versorgt, während die Maßnahmen von einem Schiedsrichter bewertet werden.

Schreie, ein Unfallwagen, Verletzte, die im Chaos verteilt sind, ein bewusstloser Fahrer: Das Szenario eines Massenanfalls von Verletzten setzt die Teams unter enormen Stress. 

„Ich habe dieses Beispiel bewusst gewählt“, erklärt Markus Bratek, „weil es leider Gottes in letzter Zeit häufiger vorkommt – und genau zu solchen Einsätzen können wir als Wasserwachtler alarmiert werden.“ Jedes Teammitglied muss hier am Limit arbeiten, während um sie herum das Chaos simuliert wird.

Simone Zenner
Schnelles Handeln gefragt: Zwei Wasserwachtler bringen eine bewusstlose Person nach der Rettung aus dem Wasser sicher an Land.

Auch die nächste Station fordert alles: zehn Grad kaltes Wasser, ein eskalierter Vorfall am schwarzen Regen. Zwei Personen treiben im Wasser, eine bewusstlos, eine schreit um Hilfe. An Land weitere Verletzte und Schockpatienten. Das Team muss die Nerven behalten, jedes Zahnrad muss ineinandergreifen, Zögern ist keine Option.

Diese praxisnahen Szenarien sind keine Selbstverständlichkeit. Franz Lobmeier, Kreisgeschäftsführer des BRK-Kreisverbands Regen, erklärt: „Vor 25 Jahren waren die Viechtacher Vorreiter.“ 

Sie hätten das Training aus dem Klassenzimmer geholt und Unfälle mit Rauchbomben und allem Drum und Dran simuliert. „Das gab es vorher einfach nicht.“

Simone Zenner
Gemeinsam im Einsatz: Alle Ehrengäste ziehen an einem Strang. Darunter BRK-Präsident Hans-Michael Weisky, Bezirksgeschäftsführer Mario Drexler, Bezirksvorsitzender Franz-Josef Hock, Landtagsabgeordneter Stefan Ebner und Landrat Ronny Raith.

Dass bei der Wasserwacht der Spaß nicht zu kurz kommt, bewiesen unsere Ehrengäste. Bei der Wurfsackstaffel gerieten Mario Drexler (Bezirksgeschäftsführer), Franz-Josef Hock (Bezirksvorsitzender), der Landtagsabgeordnete Stefan Ebner und Landrat Ronny Raith selbst ins Schwitzen. Mit viel Humor zeigten sie: Wir ziehen alle an einem Strang.

Simone Zenner
Unsere Wasserwachtler kümmern sich konzentriert und professionell um eine verletzte Person an Land im Szenario am schwarzen Regen.

Für unsere Aktiven war der Tag mehr als nur ein Wettkampf. „Der Ablauf ist toll, man sieht viele bekannte Gesichter. Es macht einfach Spaß!“, freut sich der Trainer der OG Viechtach. 

Und auch aus Nabburg gibt es Lob für das Team: „Wir haben zusammengehalten, wir haben miteinander gearbeitet. Genau das soll ein Wettkampf zeigen: Dass man gemeinsam Großes leisten kann.“

Wir als Bezirksverband sind mega stolz auf eure Nervenstärke, euren Wettkampfgeist und eure Kameradschaft. Wir freuen uns auf alles, was noch kommt, und stehen fest an eurer Seite!